Kurzer Leitfaden zu den neuen 6C-Master-Modulen in Physikalischer Chemie

Es gibt drei Typen von Modulen:

M.Che.1311-M.Che.1315 Wahlpflichtvorlesungen

M.Che.1304-M.Che.1307 Themenpraktika

M.Che.1321-M.Che.1322 Forschungspraktika

Zum Pflichtprogramm gehören derzeit eine Wahlpflichtvorlesung und zwei Themenpraktika (insgesamt 18C) - es wäre aber durchaus vorstellbar, im Sinne einer weiteren Flexibilisierung des Masterstudiums gemeinsam den Pflichtpraktikumsanteil in den einzelnen Fächern weiter zu reduzieren.

Wer seinen Schwerpunkt in Physikalischer Chemie setzen möchte, kann weitere Wahlpflichtvorlesungen, weitere Themenpraktika und bis zu zwei Forschungspraktika belegen.

Eine Wahlpflichtvorlesung ist dreistündig mit ergänzenden Übungen und schließt mit einer benoteten Klausur ab. Wie man schon den 6C (180h) entnehmen kann, ist eine bloße Präsenz in der Vorlesung ohne aktive Vor- und Nacharbeit mit intensiven Übungen keinesfalls ausreichend für einen erfolgreichen Modulabschluss. Pro Semester werden am Institut in einem lockeren Turnus ein bis zwei Wahlpflichtvorlesungen angeboten.

Ein Themenpraktikum umfasst als Block in der vorlesungsfreien Zeit 4 Wochen, vorlesungsbegleitend 6 Wochen und bietet Platz für 8 Teilnehmer (Mindestteilnehmerzahl 4). Es beinhaltet einen Vortrag, drei Versuche (typischerweise in Zweiergruppen) und nach testierten Protokollen eine benotete 15min-Abschlussprüfung bei einem Dozenten der Physikalischen Chemie. Die An-/Abmeldung zur Abschlussprüfung (max. 8 Teilnehmer pro Dozent) erfolgt voraussichtlich über FlexNow. Die Prüfungen bei einem Dozenten finden jeweils gebündelt an einem Halbtag statt und müssen nicht zwingend direkt im Anschluss an das Praktikum absolviert werden. In einem Wintersemester kann maximal ein Themenpraktikum absolviert werden, weil Praktika während der Klausurphase keine Akzeptanz finden. In einem Sommersemester können nacheinander maximal zwei Themenpraktika absolviert werden. Es werden je nach Nachfrage und Semester bis zu vier Themenpraktika gleichen Inhalts angeboten. Das Themenpraktikum "Festkörper" ist an den vorherigen Besuch der zugehörigen Wahlpflichtvorlesung gekoppelt und wird nur im Nachgang zu dieser Vorlesung angeboten.

Ein Forschungspraktikum ist so aufgebaut, dass man zunächst einen Methodenkurs auswählt (Stud.IP Registrierung, pro Person in der Regel maximal ein Kurs pro Semester) und dann im UniVZ ein Thema für eine anschließende etwa dreiwöchige Forschungsbeteiligung (ca. 100 Präsenzstunden) sucht und mit der anbietenden Abteilung abspricht. Im Regelfall wählt man eine physikalisch-chemische Abteilung aus, da Inhalte der makromolekularen und theoretischen Chemie in der neuen Masterstruktur unabhängig gestärkt wurden. Ausnahmen müssen begründet beantragt werden. Man kann die Forschungsbeteiligung auf Antrag auch an einer außeruniversitären Einrichtung oder im Ausland absolvieren. Den Praktikumsteil schließt man zunächst mit einem im Stil einer Kurzpublikation verfassten Protokoll und danach mit einem bewerteten Vortrag im jeweiligen Abteilungsseminar ab (Bewertungskriterien sind Inhalt, Stil, Literaturerfassung, Diskussionskompetenz). Bei außeruniversitärer oder ausländischer Forschungsbeteiligung wird der Vortragsrahmen in Absprache mit der Praktikumsleitung gewählt. Vor der Forschungsbeteiligung müssen mindestens ein passendes Themenpraktikum abgeschlossen und ein Methodenkurs absolviert sein.

Das minimale Wahlpflichtprogramm der Physikalischen Chemie lässt sich in einem (Sommer-)Semester abschließen, aber ebenso wie zusätzliche Wahlkomponenten auch auf das gesamte Masterstudium verteilen.


Revised 2011-11-29